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Die Psychologie des Tarots

Carl Gustav Jung wandte das Tarot an

Bereits der analytische Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung erkannte die Harmonie zwischen der Psychologie und der Astrologie, Alchemie und dem Tarot. Carl Jung erkannte, dass das Horoskop in der Tat die Charaktereigenschaften und Schicksale seiner Patienten aufzeigen konnte und er schrieb dem Horoskop bereits Anfang des 20. Jahrhunderts eine hilfreiche Rolle in der Psychologie zu. Er wurde im Laufe der Zeit immer spiritueller und kam erst durch zahlreiche durchgeführte Psychotherapien zu dem Schluss, dass das Leben einen tieferen spirituellen Sinn haben muss. Religion war für ihn die Manifestation eines kollektiven Unbewussten, welches jedoch ursprünglich und archetypisch von Natur ist. Seiner Meinung nach, gibt die Religion Halt. Man findet durch Religion den Sinn im Leben und es wird einem erleichtert sich selbst und Gott in sich zu finden. Das kollektive Unterbewusste ist in allen Menschen vorhanden, unabhängig von Religion oder Kultur. Carl Jung meinte, dass sich die Psyche nicht durch Sprache zeigt, sondern durch Bilder, Symbole, Träume und Gedanken. Er gab dem Tarot sehr viel Beachtung, denn er interpretierte die Symbole auf psychologischem Niveau. Die Arkana waren für ihn die verschiedenen Entwicklungsstufen des Menschen, beginnend mit dem Narren. Die Tarotkarte des Narren ist abgebildet, als Mensch mit Gepäck und der Sonne im Rücken, aber der Narr ist kurz davor eine Klippe hinunterzustürzen, da er nicht um sich schaut. Es symbolisiert die Zeit kurz nach der Geburt. Man bekommt alles mit, um das Leben zu meistern, hat aber noch keinerlei Erfahrung. Die nächsten zwei Arkanas symbolisieren den Vater als Magier und die Mutter als die Hohepriesterin und so weiter.

Albert Einstein war sehr spirituell

Viele Wissenschaftler kamen zur Spiritualität, wenn die Wissenschaft keine Erklärungen mehr liefern konnte, ein gutes Beispiel ist Albert Einstein. Letzten Endes ist auch die Spiritualität Teil der Wissenschaft und wird nur als Pseudowissenschaft verschrien, da sie noch nicht bewiesen werden konnte oder es uns einfach schwerfällt, sie als wahr anzusehen. Denn wenn wir das Leben nach dem Tod und die Existenz der Zukunftsprognose feststellen könnten, hätten wir viel mehr Verantwortung, als nur für ein Leben. Das Leben nach dem Tod macht vielen Menschen Angst, denn wir müssen uns dann vor Gott oder zumindest vor uns selbst verantworten. Auch die Möglichkeit, die Zukunft vorherzusagen, kann uns Angst machen, denn es nimmt uns die Illusion von einer linearen Zeit, so wie wir sie erleben und lässt uns befürchten, dass es tatsächlich ein Schicksal gibt und der freie Wille wird eventuell infrage gestellt. Mit der Zukunftsprognose als Wahrheit wird die eigene Entscheidungskraft infrage gestellt, dabei vergessen wir, dass die Zeit nur eine menschliche Wahrnehmung ist und alles gleichzeitig geschieht. Mit unseren Entscheidungen können wir die Zukunft ändern, aber jeder hat seinen Lebensweg und muss seine Lektionen lernen. Der freie Wille muss unbedingt Bestandteil des Lebewesens sein, denn ansonsten gäbe es keinen Lerneffekt und das Leben auf Erden würde nicht viel Sinn ergeben. Freier Wille ist logisch und natürlich.

In der psychologischen Betrachtung des Tarots wird die Symbolik der Bilder zum Schlüssel des Unbewussten. Die Bilder können entweder den Kartenleger selbst darstellen oder auch eine andere Person aus dem Umfeld im Umgang mit dem Kartenleger. Ganz wichtig ist es, sich selbst von den Bildern und Symbolen leiten zu lassen und ohne viel Nachzudenken die Frage intuitiv für sich zu beantworten. Was für Gefühle weckt diese Karte in mir? Welche Symbole erkenne ich? Die Hauptfrage, wenn man sich die gezogene Tarotkarte anschaut, sollte sein: “Als was bin ich auf dieser Tarotkarte dargestellt.”. Sobald man sich diese Frage beantwortet hat, kann man beginnen sich selbst zu verstehen. In welcher Situation befinde ich mich auf dieser Tarotkarte und was für Erinnerungen, Ängste, Wünsche, Zweifel oder Sehnsüchte weckt das in mir?

Wenn man sich gegen eine Antwort wehrt und die Karte nicht wahrhaben möchte, sollte man sich fragen, warum man sich so dagegen wehrt. Stellt einen diese Karte etwa schwach dar, aber man möchte stark wirken? Die Tarotkarten sollten sehr kritisch analysiert werden, auch wenn einem das Ergebnis der Kartenlegung nicht gefällt. Es bringt nichts, wenn man das Tarot mit Wunschdenken verbindet, denn es soll helfen und uns nicht unterstützen an Luftschlössern festzuhalten. Zuallererst sollte man die Tarotkarte auf sich wirken lassen.

Träume und Symbole deuten

Ein weiterer wichtiger Faktor in der psychologischen Kartenlegung ist der Zufall, denn per Zufall werden die Karten gezogen. Es gibt jedoch keinen Zufall, wie es unter den psychologischer Beratern und Esoterikern immer wieder heißt. Alles hat einen tieferen Sinn, auch wenn es lediglich eine zufällige Situation ist, welche uns in eine bestimmte Richtung lenkt oder uns eine Lektion lehrt. Viele unserer Erfahrungen sind auf Zufall basiert. Wir sind per Zufall in verschiedene Umgebungen gekommen (Kindergarten, Schule, Universität, Reisen, Arbeit, Wohnungen, etc.), haben per Zufall bestimmte Personen (unsere Freunde oder Partner) kennengelernt, sind per Zufall in bestimmte Situationen geraten und haben per Zufall Unfälle oder andere traumatische Geschehnisse vermieden. Die Zufälle bestimmen unser Leben, ob wir nun alles versuchen vorauszuplanen oder nicht. Der Zufall ist immer präsent und oft spielt er sogar zu unserem Vorteil.

Ob es der Zufall nun eine magische Fügung ist und unser Schicksal bestimmt, ist eine Sache des Glaubens, aber man muss sich bewusst werden, dass der Zufall für uns wichtig ist und eine bestimmte Bedeutung in unserem Leben hat. Wenn per Zufall die Tarotkarten gezogen werden, sollte man sich am besten einfach darauf einlassen und versuchen die Bedeutung der Karte zu verstehen. Wenn wir dadurch mehr über uns und eine Situation erfahren, haben wir nur gewonnen und falls wir keine neuen Informationen erhalten haben, so ist es doch ein Versuch wert gewesen.

In der psychologischen Beratung werden unterbewusste Aspekte des Fragenden behandelt. Mit der Hilfe des Psychologen hat der Fragende gar keine Möglichkeit ins Wunschdenken zu verfallen und sich eine Situation schön zu malen. Der psychologische Berater legt dem Fragenden ganz klar die Karten auf den Tisch und konfrontiert ihn mit der Wahrheit. Natürlich muss ein psychologischer Berater nicht nur konfrontieren, sondern vor allem auffangen und in neue positive Richtungen leiten. Das Wichtigste an Destruktion ist der Wiederaufbau! Wenn ein Luftschloss vom psychologischen Lebensberater zerstört wird, muss das Fundament für etwas Neues und Positives gelegt werden. Nur auf diese Weise hat die psychologische Beratung einen Sinn.